Ein Peeling ist eine wichtige Basis damit alle schützenden und nährenden Inhaltsstoffe unserer Pflegeprodukte optimal von der Haut aufgenommen werden können. Aber welche Peelingart ist für deinen Hauttyp geeignet? Wie und in welchen Abständen sollte man peelen? Und was muss man dabei unbedingt beachten, damit die Haut weich und ebenmäßig strahlen kann? Alle dos and dont’s findest du hier auf einen Blick:


HAUTERNEUERUNG

Unsere Haut ist ein kleines Wunderwerk, das sich ständig regeneriert und erneuert. Wusstest du zum Beispiel, dass sie in jeder Minute bis zu 40.000 neue Hautzellen bildet? Das bedeutet natürlich auch, dass abgestorbene, fahle Hautschüppchen abgestoßen werden. Diese natürliche Zellerneuerung erfolgt bei jungen Menschen normalerweise in etwa 28 Tagen. Je älter wir werden, desto mehr verlangsamt sich dieser Prozess jedoch und die verhornten Hautschüppchen sammeln sich an. Sie lassen den Teint nicht nur matt und uneben erscheinen, sondern saugen dazu noch einen großen Teil der Hautpflege auf, mit dem wir eigentlich die aktiven Hautzellen nähren und schützen möchten.


PEELING

Deshalb ist ein Peeling, neben der gründlichen Gesichtsreinigung, der wichtigste Schritt um die Haut von diesen trockenen Lamellen zu befreien, sie porentief zu reinigen und wieder glatt wie einen Babypopo strahlen zu lassen. Durch das Peelen wird die Haut nämlich erst richtig aufnahmefähig für die Wirkstoffe unserer Pflegeprodukte. Gleichzeitig stimulieren wir damit ihren Stoffwechsel und beugen verstopften Poren, Mitessern und Pickeln vor. Ein bis zweimal pro Woche sollte man die Haut bei ihrem Regenerationsprozess unterstützen und damit den Teint klären.


PEELINGARTEN 

Es gibt eine Vielzahl von Produkten auf dem Markt und entsprechend viele Fragen dazu, welche Peeling-Arten für welche Hautbedürfnisse optimal geeignet ist. Grundsätzlich unterscheidet man hier zwischen zwei Varianten:


1. MECHANISCHE PEELINGS

Sie entfernen die verhornten Hautschuppen durch Reibung. Das klappt am Körper meist problemlos und regt als schönen Nebeneffekt sogar noch die Durchblutung der Haut an. Danach fühlt sie sich zart, geschmeidig und glatt an. Den Effekt kann man übrigens auch sehr gut mit Massagebürsten für den Körper erzielen.

Im Gesicht ist unsere Haut jedoch empfindlicher als am Körper. Deshalb sollten wir hier ein sanftes Peeling bevorzugen, bei dem die exfolierenden Schleifpartikelchen aus einem gleichmäßig abgerundeten Granulat bestehen, damit die Haut auf keinen Fall gereizt oder verletzt wird. Aus diesem Grund bin ich auch kein Freund von selbst hergestellten Peelings mit Zucker, Salz, oder anderen Hausmitteln, deren Partikel uneben und scharfkantig sind. Bei einer sensiblen Haut, entzündlichen Hauterkrankungen wie Akne oder geplatzten Äderchen und Melasma sollte man mechanische Peelings sogar ganz meiden und zu milderen Varianten greifen bzw. in schweren Fällen lieber einen darauf spezialisierten Dermatologen zu Rate ziehen.


2. CHEMISCHE PEELINGS

Ideal für sensible und reife Haut sind körnerlose, natürliche Peelings mit Enzymen oder Säuren, die abgestorbene Schüppchen sanft lösen und abtragen. Der Superstar unter den Alpha-Hydroxysäuren (AHA) Säuren ist die Glykolsäure. Sie ist das kleinste Molekül unter den Fruchtsäuren und kann deshalb besonders tief in die Haut eindringen um dort Unreinheiten, vergrößerte Poren und sogar Alterserscheinungen zu bekämpfen. Der Power-Wirkstoff, wird auch von Dermatologen bei Peeling-Behandlungen verwendet, weil er in der Tiefe die Zellerneuerung und Kollagenproduktion anregt und sichtbare Pigmentflecken aufhellt.


APULLEN KUR

Eine schöne Variante ist zum Beispiel die Revitalift Laser X3 Ampullen-Kur, die ich im Zuge meiner Zusammenarbeit mit L’Oréal Paris gerade testen durfte. Die 7 Ampullen enthalten 10% Glykolsäure mit der man einen tollen, hautschonenden Peeling-Effekt erzielt.



Ihre Anwendung ist ganz einfach. Abends nach der Gesichtsreinigung klopft man die Ampulle kurz an, um sicherzugehen, das der Inhalt sich komplett im unteren Bereich befindet. Dann bricht man den Ampullenkopf mit leichtem Druck zur Seite ab, gibt den Inhalt auf die Handinnenfläche und verteilt ihn auf dem gereinigten Gesicht und Dekolleté. Die Augenpartie spart man dabei aus. Nach der Anwendung wäscht man gründlich die Hände und trägt dann wie gewohnt seine Nachtpflege auf.


7 Tage später fühlt sich meine Haut nun deutlich glatter an. Der Hautton strahlt, befreit von den abgestorbenen, fahlen Hautschuppen viel schöner und selbst die ungeliebten  Pigmentflecken haben sich etwas aufgehellt, worüber ich mich sehr gefreut habe. Dazu kann meine Haut jetzt besser Feuchtigkeit speichern und ich komme mit deutlich weniger Creme aus. 


SONNENSCHUTZ

Nach einem Glykolsäure-Peeling ist die Haut allerdings etwas empfindlicher gegenüber Sonneneinstrahlung. Daher ist es sehr wichtig tagsüber eine Pflege mit integriertem Sonnenschutz zu verwenden. Für meine sehr trockene Haut ist die Revitalift Laser X3 Tagespflege mit LSF 20 die optimale Ergänzung zu den Ampullen. Sie schützt nämlich vor schädlichen UVA/UVB-Strahlen und reduziert damit die Bildung von neuen Pigmentflecken. Außerdem versorgt sie die Haut dank Vitamin B3, LHA und dem Anti-Age Wirkstoff Pro-Xylane intensiv mit Feuchtigkeit.



Einfach morgens auf das gereinigte Gesicht und den Hals auftragen. Kleiner Tipp: Mit einer leichten Massage kannst du die Wirkung der Anti-Age Pflege noch etwas intensivieren. Streiche dazu die Creme einfach mit leichtem Druck von innen nach außen. 



AUF EINEN BLICK:


DOS

  • Deinen Hauttyp kennen und bei Hautproblemen, wie entzündlicher Akne, vorher Rücksprache mit deiner Dermatologin halten
  • Lieber regelmäßig sanfte Produkte, wie ein Enzympeeling anwenden als aggressive Varianten
  • Bei mechanischen Peelings unbedingt auf die Beschaffenheit der exfolierenden Schleifpartikelchen achten – je feiner und ebenmäßiger abgerundet sie sind, desto besser
  • Nach dem Peeling eine reichhaltige Feuchtigkeitscreme auftragen, die kann jetzt besonders gut von der Haut aufgenommen werden
  • Verwende immer einen Sonnenschutz, besonders nach einem Peeling


DON’TS

  • Zu häufiges und zu aggressives Peelen
  • Die Haut nach dem Peeling direkter Sonneneinstrahlung aussetzen
  • Verwende kein Peeling, wenn deine Haut irritiert ist, einen Sonnenbrand oder frische Wunden hat. 
  • Meide DIY Scrubs, da die Schleifpartikel zu scharfkantig sind
  • Übe keinen zu starken Druck bei mechanischen Peelings aus
  • Vermeide Peelings direkt nach einem Waxing oder einer Rasur


Wenn ihr weitere Tipps, Infos oder Fragen rund um das Thema Peeling habt, hinterlasst sie gerne in den Kommentaren. Ich freue mich drauf!